Langfristiges Denken und nachhaltige Konzepte geraten zunehmend ins Hintertreffen.
Lohnen sich größere Investition zur Umsetzung der Digitalstrategie, wie z. B. die zur Schaffung einer modernen Internetplattform?
Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern glaubt daran – und legte das Projekt vertrauensvoll in unsere Hände.

Digitalmedien

Autor:
Stefan Wildner

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Mit KI zusammenfassen

Rechtzeitig zur Frühjahrsvollversammlung 2026 Ende April ging die neu gestaltete Website www.landeskomitee.de online. Zum 75-jährigen Jubiläum sollte dem Webauftritt eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit zukommen.

Die sehr umfassende Internetplattform wurde nicht komplett neu aufgesetzt. Bereits 2023 entwickelten wir einen zentralen inhaltlichen Baustein mit der digitalen Ausgabe von „Gemeinde Creativ — das Magazin für engagierte Katholiken“. Dieses sollte nur noch digital erscheinen. Der entsprechende Inhaltsbereich bietet nun alle Ausgaben des zweimonatlichen Magazins aus den letzten 10 Jahren zum Download als PDF-Dateien. Alle Ausgaben der letzten 5 Jahre, die jeweils etwa 20 Beiträge umfassen, können zusätzlich online durchstöbert werden. Die moderne Programmierung und das barrierefreie Responsive Design ermöglichen auch auf mobilen Geräten ein entspanntes Lesen.

Die neu zu integrierenden Inhaltsbereiche

Zusammen mit unseren Ansprechpartnern in der Geschäftsführung des Landeskomitees konnten wir innerhalb des letzten Jahres weitere wichtige Inhaltsbereiche der Plattform aufbauen:

- „Wir informieren“ fasst aktuelle Pressemitteilungen und Stellungnahmen des Landeskomitees zusammen.

- „Materialien“ bietet die Publikationen der Reihen „ProPraxis“ und „Zeitansagen“ zum Download an, die wichtige Arbeitshilfen für Pfarrgemeinden, Verbände und kirchliche Einrichtungen darstellen.

- „Termine“ bietet Hinweise zu aktuellen und kommenden Veranstaltungen.

- „Über uns“ und „Kontakt“ bieten alle relevanten Daten zur Einrichtung sowie den Repräsentanten und Ansprechpartnern.

Die über Jahre hinweg entstandenen Inhalte, Publikationen und Archivmaterial wurden auf der neuen Website gebündelt und in eine gemeinsame Struktur überführt. Ein zentraler Bestandteil war dabei die Integration der Website „gemeinde-creativ.de“. Das Ergebnis zeichnet sich vor allem durch drei Kriterien aus:

1. Nutzerfreundlichkeit

Die Website folgt einem klaren Prinzip: Inhalte stehen an erster Stelle. Das zeigt sich in mehreren Aspekten, wie den strukturierten, wiederkehrenden Seitentypen mit reduzierter, funktionaler und barrierearmer Gestaltung, sowie der klaren Priorisierung von Texten und Materialien. Statt visueller Überinszenierung setzt die Plattform auf Lesbarkeit, Orientierung, Zugänglichkeit und Zukunftsfähigkeit.

So entwickelt sich eine digitale Bibliothek mit klarer, einheitlicher Gestaltungslinie mit konsistentem, wiedererkennbarem Erscheinungsbild. Im Fokus stehen dabei stärkere Vernetzung von Inhalten, die Aufbereitung von PDFs als Web-Content und die gezielte Auffindbarkeit über Themen und Schlagworte. Die Website schafft dadurch eine solide inhaltliche Ordnung. Die Themen sind klar gegliedert, Inhalte konsistent aufgebaut und Nutzer finden sich grundsätzlich gut zurecht.

2. Effiziente Pflege im Hintergrund

Neben der Nutzerperspektive spielt auch die redaktionelle Arbeit eine zentrale Rolle. Die neue Plattform ist so aufgebaut, dass Inhalte sauber angelegt, effizient gepflegt und erweitert werden können. Das zeigt sich beispielsweise in klar strukturierte Eingabemasken, wiederverwendbaren Inhaltsmodulen und einer sauberen Trennung von Inhalt und Layout.

Das Backend bleibt so auf das Notwendige fokussiert und die Barriere für die regelmäßige Content-Pflege extrem niedrig. Dadurch ist sichergestellt, dass die Website langfristig organisch wachsen kann.

3. Nachhaltigkeit

Die Wahl von webEdition 10 in Kombination mit einem maßgeschneiderten Frontend ist ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Während kurzlebige Trends oft zu einem schnellen Veralten von Systemen führen, bietet das CMS webEdition mit seiner 25-jährigen Historie eine seltene Kontinuität.

Durch den Verzicht auf aufgeblähte Drittanbieter-Plugins (wie sie bei WordPress-Installationen oft nötig sind) sinkt die Fehleranfälligkeit bei System-Updates drastisch. Das System bleibt schlank, skalierbar, sicher und über Jahre hinweg effizient wartbar. Weniger komplexer Code und reduzierte grafische Ballaststoffe führen außerdem zu minimalen Ladezeiten. Dies spart nicht nur Energie auf den Servern und Endgeräten der Nutzer, sondern verbessert auch die CO₂-Bilanz des digitalen Fußabdrucks. Zusätzlich können die Inhalte künftig problemlos auch für andere Kanäle, z. B. Social Media Feeds, ausgespielt werden. Dabei muss die Redaktion keine Inhalte doppelt pflegen, da die Texte und Bilder strukturiert in webEdition vorliegen.

Digitale Nachhaltigkeit richtig gedacht

Der Relaunch zeigt, worauf es bei digitalen Projekten heute ankommt: nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf eine tragfähige Struktur. Die neue Website fungiert als zentrale Plattform für Inhalte, stellt eine nutzerfreundliche Erfahrung für Besucher und Redakteure dar und bietet ein solides, nachhaltiges Gerüst für weiteren Content.

Dieser Fokus auf Inhalte, Struktur und Erweiterbarkeit schafft eine Grundlage, die weit über den Relaunch hinaus wirkt und die digitale Transformation der Organisation nachhaltig unterstützt.


Das Projekt für das Landeskomitee der Katholiken in Bayern im Bereich Referenzen:
Relaunch der Website des Landeskomitees der Katholiken in Bayern